Ein Küber Sommermärchen
Kategorie: Jugend | 11.07.2026, 22:33
Das 52. Landestreffen der NÖ Feuerjugend in Küb ist am Samstag mit einem sensationellen Ergebnis zu Ende gegangen. Erstmals in der Geschichte der Feuerwehr hat eine Bewerbsgruppe alle drei Hauptbewerbe an einem Wochenende gewonnen und damit den „Grand Slam“ der Leistungsbewerbe geholt. Bereits am Donnerstag hatte die Bewerbsgruppe aus Küb im Bronze-Bewerb mit einem Score von 1.058, 35 Punkten aufgezeigt. Am Samstag legten die Kids noch eins drauf und sorgten unter dem Jubel des Heim-Publikums überraschend auch im Silber-Bewerb (1.054,80 Punkte) sowie im Fire-Cup für eine Sensation. „Mir fehlen die Worte“, japste Jugendbetreuer Jochen Bous. „Dass die Kinder die Nerven behalten und alles abrufen, hätte ich mir nicht gedacht.“ Die Gruppen Küb-Maria Schutz-Schwarzau im Gebirge 1 und 2 erreichten den hervorragenden 14. und 11. beziehungsweise 50. und 51. Rang.
Aber auch abseits des Bewerbsplatzes geht das Landestreffen als „LaLa“ der Superlative in die Feuerwehrgeschichte ein. Wo sonst Kukuruz oder Getreide wachsen, schufen die Küber mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Feuerwehren, Betriebe, Vereine und Freiwilligen Platz für zwei Großraumzelte, einen Antrete- und Lagerplatz sowie vier Unterlager, die Raum für 606 Zelte boten. Ebenfalls im Einsatz war der Bauhof der Marktgemeinde Payerbach. Um einen sicheren Wechsel der Gruppen zwischen Lager und Bewerbsplatz (Schlöglmühl) zu garantieren, ließ man unter anderem mit Unterstützung des Bundesheeres über die B27 und die Schwarza zwei Fußgängerbrücken errichten. Mehrere Felder dienten den Fahrzeugen der Feuerwehren sowie der Besucher als Parkplätze.
An vier Tagen tummelten sich auf dem Lagergelände nicht weniger als 6.749 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 580 Feuerwehren, die von ihren Betreuern und mehr als 350 freiwilligen Helferinnen und Helfern betreut wurden. Eine große Herausforderung stellte beispielsweise die Verpflegung dar: Die Mahlzeiten wurden in Schichten ausgegeben, pro Stunde wurden 2.000 Teller gewaschen und pro Tag bis zu 12.000 Semmeln „verdrückt“. Aber auch die traditionelle „Erlebnistour“ war wieder sehr gut besucht: So tummelten sich am frühen Freitagnachmittag allein vor der Station „Postamt Küb“ derart viele Jugendliche, sodass es für den Autoverkehr kaum ein Durchkommen gab. Weitere Höhepunkte bildeten die feierliche Eröffnung und die Siegerehrung am Antreteplatz sowie der Besuchertag am Samstag.
Für die Planung und Organisation verantwortlich zeichnete vorrangig Jochen Bous, bei dem als Jugendbetreuer, OK-Chef und Payerbacher Bürgermeister – und auch dieser Dreifach-Job ist ein Novum – alle Fäden zusammenführten. „Klar ist, ohne Euch alle, ohne diesen Zusammenhalt aller Beteiligten wäre das Lager nicht möglich gewesen“, betonte Bous und hob unter anderem die großartige Unterstützung der Sponsoren hervor. „Wir haben alle eine Vorstellung davon gehabt, wie es werden wird. Aber, dass uns alles so gut aufgehen würde, damit habe ich nicht gerechnet.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.
